Möglicher Bürgermeister von Amstetten:
Leugnet er den Horror-Keller?
Es ist noch nicht spruchreif, aber Franz Hosenschaber(52) plant seinen Schrägeinstieg in die Politik. Er spielt mit der Idee, bei der nächsten Gemeinderatswahl von Amstetten als Bürgermeisterkanditat mit eigener Namensliste anzutreten.
Aufhorchen lässt sein Anspruch: Er möchte mit neuen Ideen punkten. Für Wirbel könnte seine Meinung zum Horror-Keller in seiner Heimatstadt sorgen.
„ Ich glaube überhaupt nichts, was in der Zeitung steht. Die lügen doch alle wie gedruckt,“ zwinkert er mit einem Auge, was wohl ein liebenswerter Tick sein soll. „Ausserdem wollen die nur Geld verdienen. Ausserdem ist das nicht meine Meinung, sondern die meiner Schwiegermutter. Aber sie hat recht.“
Ungläubigen Reportern kann Hosenschaber Beweise anbieten: „Der F. hat seine Kinder nur ohne Abendessen in den Keller gesperrt, wenn sie schlimm waren. Das weiss ich von einem vertrauenswürdigen Zeugen, der auch so einen Keller hat. Ausserdem hätten in dem kleinen Keller soviele Kinder gar keinen Platz zum Spielen gehabt. Dann war der F. im fraglichen Zeitraum meistens erwiesenermassen viel im Ausland. Und die amerikanischen Medien haben natürlich sofort etliche Kinder dazugedichtet, die nachweislich nie im Keller waren! F. ist unverzüglich in Freiheit zu setzen und ausreichend zu entschädigen.“
Hosenschaber hofft recht viele Amstettner mit seiner Botschaft erreichen zu können: „Die Leute haben langsam genug von der Geschichte. Und es ist nicht MEINE Meinung – die kann JEDER haben! Aber es muss erlaubt sein, sie auch als zukünftiger Bürgermeister von Amstetten zu vertreten.“
Auf nachbohrende Fragen der Reporter nach SEINER Meinung erklärt er nach heftigem Zwinkern: „Ich habe den Wissensstand eines Schulkindes vor 40 Jahren. Fragen Sie mich bitte etwas Leichteres.“ – Bekanntlich hat es in seiner Schulzeit den Horror-Keller noch nicht gegeben. Der musste erst erfunden werden. <>

Hosenschaber argumentiert gut
This Post Has 0 Comments